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Audimax 2.0 – so was von virtuell 8. December 2009

Posted by Gerhard W. Loub in Allgemeines.
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Aufgabe von Ritchie Pettauer: Einmal ins besetzte Audimax schauen, fotografieren, bloggen. Eh klar, dass ich meine Kamera verlegt hab und nur eine ausgeborgte Billigsdorfer-Cam mithab. Schon beim Eingang begegnet mir das erste vermeintliche Opfer: Ein kollabierter Student wird zur Rettung gebracht.

Im Audimax selbst empfängt mich ein übler Gestank mit einer Mischung aus Alkohol, kalten Rauchschwaden und Geruchsquellen, an deren Ursache ich lieber nicht denken möchte. Und im Saal: Gähnende Leere. Zwei Studenten streiten um eine Wodka-Flasche, im Saal liegen ein paar Obdachlose. Und zwei einsame Besetzer schrubben den Boden, um alles für die eintreffenden Fernsehteams vorzubereiten. Die Wände rundherum: Vollgeschmiert, beschädigt, mit Plakaten zugeklebt. Wenn ich denke, was die Modernisierung des Audimax vor wenigen Jahren an Studiengebühren gekostet hat, werd ich richtig grantig…

Die Medien selbst sprechen nach wie vor von einer massiven Studierendenbewegung. Hier, im Zentrum des Geschehens ist davon nichts zu merken. Die große Protestbewegung der Linken beschränkt sich auf publicityträchtige Aktivitäten im Web 2.0. Und dort ist man nach wie vor aktiv: Von einer Spontandemo am Freitag gibt´s einen Live-Stream. Das wirkt professionell, auch wenn nur eine Handvoll Studenten demonstriert. Die Demo am Samstag kommt dann auf knapp 1.000 Teilnehmer: Kurden, Obdachlose, Linke – nur halt kaum Studenten. Und dass man in der Nacht auf Sonntag versehentlich ein privates Gebäude besetzt, wird zum Treppenwitz der Geschichte.

Ja, es gibt Forderungen der Besetzer, die berechtigt sind: Die Studienbedingungen gehören verbessert – auch wenn das nur mit Zugangsbeschränkungen gehen wird, was sicher nicht im Sinne der Besetzer ist. Und beim Bologna-Prozess – der von der Idee einer europaweiten Anrechenbarkeit eigentlich überaus sinnvoll wäre – wurde in der Praxis an den Universitäten unheimlich viel verpfuscht.

Doch die lange Besetzungsdauer, die enormen Schäden, die politische Einseitigkeit und die fehlende Exit-Strategie haben jede weitere Chance auf Erfolg völlig zunichte gemacht. Der Protest geht weiter – spürbar ist er allerdings nur mehr im Web.

Trends 2.0 10. November 2009

Posted by Gerhard W. Loub in Allgemeines.
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Kaum ein Begriff wird heute so oft gebraucht oder missbraucht wie “Web 2.0″.  Dabei weiß keiner so genau, was damit gemeint ist. Technisch und wirtschaftlich liefert Tim O´Reilly die relevante Definition. Kommunikationswissenschaftlich bedeutet “Web 2.0″ den oszillierenden Wechsel der Rolle des Users zwischen Kommunikator und Rezipient. So wie im Gespräch empfängt er einmal Informationen, einmal verbreitet er sie selbst. Und durch die Möglichkeiten des “Web 2.0″ hat er theoretisch die ganze Welt als Publikum.

Dieses Blog, das im Rahmen der Übung Kommunikationsforschung mit Ritchie Pettauer entsteht, verfolgt nun die aktuelle Entwicklung, bringt News, analysiert Themen und versucht, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wenn das Echo positiv ist, wird es auch nach diesem Semester weitergeführt. In diesem Sinne: Bis bald!

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